Schlagwort-Archiv: SDS-Bohrer

FAQ: Überprüft die PGM auch die Leistung und Standzeit von Bohrern?

Leistung und Standzeit der Bohrer sind keine PGM-Kritierien. So können die Anwender zwischen PGM-markierten, d. h. dübeltauglichen, Hammerbohrern und Schlagbohrern mit unterschiedlichen Qualitäts- und Preisniveaus auswählen.

Da leistungsfähige und qualitätsbewusste Bohrerhersteller in der Regel durch die PGM zertifiziert sind, kann man generell bei Bohrern mit PGM-Prüfmarke von einem höheren Qualitätsniveau ausgehen als bei nicht PGM-markierten Bohrern.

FAQ: Warum haben SDS-Hammerbohrer und Schlagbohrer kein GS-Zeichen?

Das GS-Zeichen („Geprüfte Sicherheit“) kann laut Produktsicherheitsgesetz nur an „verwendungsfertige“ Produkte vergeben werden, die in ihrem Verkausfzustand, ohne zusätzliche Produkte wie z. B. Bohrhämmer oder Schlagbohrmaschinen verwendet werden können. Bohrer können nur mit einer Maschine verwendet werden und gelten daher nicht als „verwendungsfertig“. Dies gilt auch für ähnliche Werkzeuge wie Schleifscheiben, Trennscheiben, Sägeblätter und Maschinenbürsten.

Anstelle des GS-Zeichens vergeben manche Prüfinstitute für Hammerbohrer und Schlagbohrer eigene Gütesiegel, zumeist für no-name-Bohrer in Supermärkten. Diese Gütesiegel sind jedoch mit Skepsis zu betrachten, da die Prüfkriterien nicht transparent sind.

Prüfung von Standard-Hammer- und Schlagbohrern

Standardbohrer – unabhängig davon, ob es sich um Hammerbohrer (SDSplus, SDSmax) oder Stein- bzw. Schlagbohrer (Zylinderschaft für Dreibacken-Bohrfutter) handelt – weisen nur eine zentrisch angeordnete Schneidplatte auf. Diese Bohrer werden nach den Vorgaben in einem Merkblatt des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) nach folgenden Kriterien geprüft:

  • Schneidplattendurchmesser
  • Schneidplattenhöhe
  • Exzentrizität der Schneidplatte
  • Rundlauf des Bohrers

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PGM-Razzien in China zeigen Wirkung

Aufgrund der bisherigen Razzien in China haben nach Informationen unserer Ermittler in China einige Firmen bereits die Produktion von Bohrern mit gefälschter PGM-Prüfmarke eingestellt. Wir bleiben aber weiter „am Ball“!

Kennzeichnung von PGM-Bohrern

Richtig gekennzeichnete HM-Hammerbohrer (z. B. SDSplus, SDSmax) und HM-Schlag- oder Drehbohrer sind wie folgt zu erkennen:

Prüfmarke mit Herstellernamen und/oder zweistelliger Buchstabenkombination oder Nummer
Mustermann bzw.  AB bzw.  72

Eine Kennzeichnung nur mit der Prüfmarke, ohne Herstellernamen oder Zahlen- bzw. Buchstabenkombination, ist nicht zulässig. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob ein Bohrer richtig gekennzeichnet ist, wenden Sie sich bitte an pgm@pgm-online.org.

Aufgaben der Prüfgemeinschaft Mauerbohrer

Die Tragfähigkeit und Zuverlässigkeit von Dübelverankerungen hängt nicht zuletzt von der Geometrie des Bohrlochs ab. Moderne Dübel können ihre Höchstleistung nur in entsprechend exakten Bohrlöchern entfalten.

Deshalb werden in Europäisch Technischen Bewertungen bzw. Zulassungen (European Technical Assessment / Approval = ETA) des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) und anderer Europäischer Mitglieder der EOTA für bauamtliche Zulassungen von Dübeln hohe Anforderungen an die zu verwendenden Mauerbohrer gestellt. Diese Anforderungen sind in einem Merkblatt des DIBt beschrieben. Ein entsprechender Technical Report der EOTA ist in Vorbereitung.

Als Nachweis der Tauglichkeit der Bohrer wird die Prüfmarke der Prüfgemeinschaft Mauerbohrer (PGM®) anerkannt. Diese Prüfmarke wird nur an Bohrerhersteller unter folgenden Voraussetzungen verliehen:

  • Fertigung der Bohrer nach dem Stand der Technik und unter Anwendung eines Qualitätssicherungssystems
  • jährliche Stichprobenprüfungen der gefertigten Bohrer nach einheitlichen Vorgaben durch unabhängige Prüfinstitute
  • Einhaltung strenger Sozial- und Umweltstandards.

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