Kategorie-Archiv: FAQ / Häufige Fragen

FAQ: Überprüft die PGM auch die Leistung und Standzeit von Bohrern?

Leistung und Standzeit der Bohrer sind keine PGM-Kritierien. So können die Anwender zwischen PGM-markierten, d. h. dübeltauglichen, Hammerbohrern und Schlagbohrern mit unterschiedlichen Qualitäts- und Preisniveaus auswählen.

Da leistungsfähige und qualitätsbewusste Bohrerhersteller in der Regel durch die PGM zertifiziert sind, kann man generell bei Bohrern mit PGM-Prüfmarke von einem höheren Qualitätsniveau ausgehen als bei nicht PGM-markierten Bohrern.

FAQ: Warum haben SDS-Hammerbohrer und Schlagbohrer kein GS-Zeichen?

Das GS-Zeichen („Geprüfte Sicherheit“) kann laut Produktsicherheitsgesetz nur an „verwendungsfertige“ Produkte vergeben werden, die in ihrem Verkausfzustand, ohne zusätzliche Produkte wie z. B. Bohrhämmer oder Schlagbohrmaschinen verwendet werden können. Bohrer können nur mit einer Maschine verwendet werden und gelten daher nicht als „verwendungsfertig“. Dies gilt auch für ähnliche Werkzeuge wie Schleifscheiben, Trennscheiben, Sägeblätter und Maschinenbürsten.

Anstelle des GS-Zeichens vergeben manche Prüfinstitute für Hammerbohrer und Schlagbohrer eigene Gütesiegel, zumeist für no-name-Bohrer in Supermärkten. Diese Gütesiegel sind jedoch mit Skepsis zu betrachten, da die Prüfkriterien nicht transparent sind.

FAQ: Warum haben SDS-Bohrer und Schlagbohrer kein CE-Zeichen?

Produkte dürfen nur dann mit einem CE-Zeichen gekennzeichnet werden, wenn sie unter den Geltungsbereich einer entsprechenden Europäischen Verordnung oder Richtlinie fallen. Dies gilt aus folgenden Gründen nicht für Bohrer:

  • SDS-Hammerbohrer und Schlagbohrer sind keine Bauprodukte. Sie werden zwar auf Baustellen verwendet, werden aber nicht, wie z. B. Dübel, im Bauwerk eingebaut. Sie fallen daher nicht unter die EU-Bauprodukte-Verordnung (Verordnung (EU) Nr. 305/2011).
  • SDS-Hammerbohrer und Schlagbohrer sind auch keine Maschinen und unterliegen daher nicht der EU-Maschinenrichtlinie (Richtline 2006/42/EU).
  • Die einzige Europäische Richtlinie, von der Bohrer und andere Werkzeuge wie Schleifwerkzeuge, Technische Bürsten, Sägeblätter und Handwerkzeuge betroffen sind, ist die Richtlinie über die allgemeine Produktsicherheit. (2001/65/EU). Diese Richtlinie sieht jedoch kein CE-Zeichen vor.

Bohrer können daher nicht mit dem CE-Zeichen gekennzeichnet werden.

 

FAQ: Wo ist die Verwendung von Bohrern mit PGM-Prüfmarke für sichere Dübelverbindungen geregelt?

In den Europäischen Technischen Zulassungen für Dübel und den Montageanleitungen ist die Verwendung von geeigneten Bohrern vorgeschrieben. Doch wie können solche Bohrer unter Baustellenbedingungen identifiziert werden? Bei Bohrern mit PGM-Prüfmarke kann der Dübelmonteur von ihrer Eignung für sichere Dübelbefestigungen ausgehen. Dies ist bei nicht gekennzeichneten Bohrern nicht der Fall. Auch das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) empfiehlt in seinem Leitfaden „Hinweise für die Montage von Dübelverankerungen“ die Verwendung von Bohrern mit PGM-Prüfmarke.

FAQ: Welche Vorteile hat die Verwendung von Bohrern mit PGM-Prüfmarke?

SDS-Hammerbohrer und Schlagbohrer mit PGM-Prüfmarke sind für die sichere Verankerung von Dübeln in Beton und Mauerwerk geeignet. Ihre Toleranzen sind auf Metalldübel, Verbunddübel und Kunststoffdübel mit Europäischer Technischer Zulassung (ETA) abgestimmt. Bei Bohrern ohne PGM-Prüfmarke ist die Einhaltung dieser Toleranzen dagegen nicht sichergestellt. Ihre Verwendung kann die Sicherheit und Haltbarkeit von Dübelbefestigungen beeinträchtigen. Werden solche Bohrer verwendet, liegt das Haftungsrisiko für unsichere Dübelverbindungen beim Dübelmonteur. Auch Händler müssen beim Vertrieb von nicht PGM-konformen Bohrern mit einem erhöhten Haftungsrisiko rechnen. Sowohl Anwender als auch Händler sind mit PGM-markierten Bohrern auf der sicheren Seite.