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FAQ: Wo ist die Verwendung von Bohrern mit PGM-Prüfmarke für sichere Dübelverbindungen geregelt?

In den Europäischen Technischen Zulassungen für Dübel und den Montageanleitungen ist die Verwendung von geeigneten Bohrern vorgeschrieben. Doch wie können solche Bohrer unter Baustellenbedingungen identifiziert werden? Bei Bohrern mit PGM-Prüfmarke kann der Dübelmonteur von ihrer Eignung für sichere Dübelbefestigungen ausgehen. Dies ist bei nicht gekennzeichneten Bohrern nicht der Fall. Auch das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) empfiehlt in seinem Leitfaden „Hinweise für die Montage von Dübelverankerungen“ die Verwendung von Bohrern mit PGM-Prüfmarke.

FAQ: Welche Vorteile hat die Verwendung von Bohrern mit PGM-Prüfmarke?

SDS-Hammerbohrer und Schlagbohrer mit PGM-Prüfmarke sind für die sichere Verankerung von Dübeln in Beton und Mauerwerk geeignet. Ihre Toleranzen sind auf Metalldübel, Verbunddübel und Kunststoffdübel mit Europäischer Technischer Zulassung (ETA) abgestimmt. Bei Bohrern ohne PGM-Prüfmarke ist die Einhaltung dieser Toleranzen dagegen nicht sichergestellt. Ihre Verwendung kann die Sicherheit und Haltbarkeit von Dübelbefestigungen beeinträchtigen. Werden solche Bohrer verwendet, liegt das Haftungsrisiko für unsichere Dübelverbindungen beim Dübelmonteur. Auch Händler müssen beim Vertrieb von nicht PGM-konformen Bohrern mit einem erhöhten Haftungsrisiko rechnen. Sowohl Anwender als auch Händler sind mit PGM-markierten Bohrern auf der sicheren Seite.

Prüfung von Mehrschneiden-Hammerbohrern

Sogenannte Mehrschneiden-Hammerbohrer (Mehrschneider) bestehen entweder aus einer Kombination mehrerer Hartmetall-Schneiden oder aus einem einzelnen Schneidkopf mit mehreren Schneidkanten und haben eine komplexere Geometrie als Standard-Bohrer mit einer Schneidplatte. Für diese Bohrer gibt es daher keine allgemein gültigen Toleranzvorgaben.

Mehrschneider müssen in Vergleichsversuchen nachweisen, dass sie für sichere Dübelverbindungen geeignet sind.

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Prüfung von Standard-Hammer- und Schlagbohrern

Standardbohrer – unabhängig davon, ob es sich um Hammerbohrer (SDSplus, SDSmax) oder Stein- bzw. Schlagbohrer (Zylinderschaft für Dreibacken-Bohrfutter) handelt – weisen nur eine zentrisch angeordnete Schneidplatte auf. Diese Bohrer werden nach den Vorgaben in einem Merkblatt des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) nach folgenden Kriterien geprüft:

  • Schneidplattendurchmesser
  • Schneidplattenhöhe
  • Exzentrizität der Schneidplatte
  • Rundlauf des Bohrers

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PGM-Razzien in China zeigen Wirkung

Aufgrund der bisherigen Razzien in China haben nach Informationen unserer Ermittler in China einige Firmen bereits die Produktion von Bohrern mit gefälschter PGM-Prüfmarke eingestellt. Wir bleiben aber weiter „am Ball“!

Verfolgung von Fälschungen der Prüfmarke in China

Seit 2009 wurden bei Razzien in chinesischen Fabriken über 56000 gefälschte Bohrer und Verpackungen beschlagnahmt. Die Razzien wurden von der chinesischen Behörde Administration for Industry and Commerce (AIC) im Auftrag der PGM durchgeführt. Die beschlagnahmten Bohrer wurden vernichtet und die Fälscher zu Geldstrafen verurteilt.

So konnte verhindert werden, dass diese Bohrer zur Herstellung von Dübelverbindungen verwendet wurden, was zu einem hohen Sicherheitsrisiko geführt hätte.

Kennzeichnung von PGM-Bohrern

Richtig gekennzeichnete HM-Hammerbohrer (z. B. SDSplus, SDSmax) und HM-Schlag- oder Drehbohrer sind wie folgt zu erkennen:

Prüfmarke mit Herstellernamen und/oder zweistelliger Buchstabenkombination oder Nummer
Mustermann bzw.  AB bzw.  72

Eine Kennzeichnung nur mit der Prüfmarke, ohne Herstellernamen oder Zahlen- bzw. Buchstabenkombination, ist nicht zulässig. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob ein Bohrer richtig gekennzeichnet ist, wenden Sie sich bitte an pgm@pgm-online.org.